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Pastoralbüro
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St.Mariä Himmelfahrt

Baudaten, Baugeschichte

Kölner Rundschau 23. Mai 2002

St. Mariä Himmelfahrt wird 75 Jahre alt

 

Zentrum einer vitalen Gemeinde

 

Von Alexander Heitkamp

 

Holweide. Fast auf den Tag genau vor 75 Jahren, am 22. Mai 1927, wurde zum ers­ten Mal ein Gottesdienst in der neuen Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt gefei­ert. Zum Pontifikalamt am 1. Juni wird anlässlich dieses Jubiläums der Erzbischof von Köln, Joachim Kardina~I Meisner, seine Glückwün­sche persönlich überbringen. Denn das Kirchenjubiläum ist nicht der einzige Anlass zur Freude in der Gemeinde: Kir­chenchor, Frauengemein­schaft und KAB blicken auf eine immerhin schon 100-jäh­rige Geschichte zurück, und die Kindertagesstätte besteht auch schon seit 90 Jahren.

Das engagierte Seelsorge-team um Pfarrer Bernd-Mi­chael Fasel hat großen Rück­halt in der Bevölkerung. Das liegt nicht zuletzt an dem unifangreichen Angebot im offenen Jugendtreff, im JuL gendforum, bei den Pfadfin­dem, in den Grundschulen, im Chor und bei der Hausauf­gabenberreuung. „Das Stich­wort ist Vernetzung“, sagte Pastoraireferent Michael Mombartz: „Durch unseren Kontakt zu verschiedenen Lehrern bieten wir in der Kinder- und Jugendarbeit viele Tätigkeiten an.“

Ein besonderes Merkmal der Kirche sind ihre 0ff-nungszeiten. Zurzeit ihrer Er­richtung war es selbst­verständlich, die Türen der Kirche den ganzen Tag geöff­net zulassen. In den 70er Jah­ren ging man dazu über, die Türen abzuschließen, was man in St. Mariä Himmelfahrt im Kirchenrat ablehnte. Heu­te ist das Gotteshaus eine der wenigen Kirchen, die ihre To­re für die Gläubigen täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet hat. »Da kommen die Menschen auch aus anderen Stadtteilen zum Beten hierher“, freute sich Pfarrer Fasel.

Bereits im vergangenen Jahr hat die 8749 Seelen gro­ße Gemeinde den 75.Jah-restag der Grundsteinlegung mit einer Eliasprozession gefeiert. Der Holweider Ar­chitekt Stephan Mattar hatte damals die Anweisung, „et­was Modernes“ zu schaffen: „neo-gotisch und nicht so wuchtig“, berichtete Fasel.

Zu Zeiten des „Wirt­schaftswunders“ erhielt der Altar ein neues Kreuz, das der Holweider Künstler Toni Zenz fertigte. In den Jahren 1977/78 wurde die Kirche komplett renoviert.

 

„Nicht so wuchtig“ solltedie Kirche St. Mariä Himmelfahrt wer­den, sondern etwas Modernes musste her.

Foto: Heitkamp

 

Kölner Wochenspiegel 22. Mai 2002

Wenn eine Kirche ihren Geburtstag feiert ...

Fest der Begegnung und Pontifikalamt mit Joachim Kardinal Meisner

St. Mariä Himmelfahrt in Holweide ist 75 Jahre alt

Holweide- Es gibt viele Besonderheiten in der Katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Ho1weide. Eine ist die, dass die Pfarrkirche mit Blick auf das geschäftige Treiben rund um die Bergisch Gladba­cher Straße, täglich geöffnet ist. Wer will, so Pfarrer Bernd-Mich­ael Fasel, kommt einfach herein, und viele, so der Seelsorger, nut­zen diese Möglichkeit.

Etwas besonderes ist auch der „ökumenische Gemeindebus“, den die Pfarrei anschaffte. Er wird von den katholischen und evangelischen Gemeinden ge­nutzt. In einigen Jahren, so Pa­storaireferent Michael Mom­bartz ist er abbezahlt. Eingesetzt

wird er von den Gemeindegrup­pen. Gegen eine Kilometerpau­schale wird er zudem „vermie­tet“.

Hervorzuheben ist auch der ökumenische Geist in Holweide. So findet seit Jahren die Elias-prozession als ökumenische Prozession statt. Eine weitere Besonderheit in St. Mariä Himmelfahrt sind die Gemeinde-gruppen. Da gibt es die „Huf“, die Hausaufgabenbetreuung, das Jugendforum, den Jugend-chor „Chor-i-feen“, den Kinder­chor, den Arbeitskreis „Offener Kindertreff“, den Pfadfinderstamm „Isenburger 1“, die Mini­stranten, die Choristen und die öffentliche Bücherei.

Hinzu kommt die Offene Tür St. Anno, die jetzt in Trägerschaft des Ka­tholischen Jugendwerkes über­gegangen ist. Insgesamt, so Pfarrer Fasel sind es rund 350 Menschen, die in St. Mariä Him­melfahrt und in St. Anno ehren­amtlich tätig sind.

Und alle zusammen haben im Mittelpunkt ihrer Arbeit die Pfarrkirche St. Mariä Himmel­fahrt, die in diesen Tagen ihren 75. Geburtstag feiert. Genau am

22. Mai 1927 wurde sie mit der Feier der 1. Heiligen Messe der Gemeinde übergeben. Geweiht wurde sie erst im September 1935. Archtitekt Stephan Mattar, stammt aus Holweide.

Der Hallenbau wurde im 2. Weltkrieg teilweise zerstört. 1973 erfolgte eine grundle­gende Sanierung. Die Kirche, so wie sie jetzt dasteht, er­hielt ihre Gestaltung 1978. Kirche, Pfarrhaus und anlie­gendes Marienstift wurden 1983 unter Denkmalschutz gestellt.

Der Geburtstag der Pfarrkirche wird am heutigen Mittwoch, 22 Mai um 19 Uhr

mit einer festlichen Eucharistiefeier begangen

Dazu hat die Gemeinde alle ehemaligen Seelsorger eingeladen. Nach der Messe findet ein Fest der Begegnung“ im Innenhof des Marienstifts statt. Am 1.Juni dann kommt Joa­chim Kardinal Meisner zum Pontifikalhochamt (18 Uhr) anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Kirche, des 90. Geburtstags der Kindertages­stätte und der 100-jährigen Jubiläen des Kirchenchores, der Frauengemeinschaft und der KAB nach Holweide.

 

Blick in die Kirche mit ihrer typischen Flachdecke. Der Altarbereich wurde nachträglich nach vorne versetzt.

 

St. Mariä Himmelfahrt wurde 1926 / 27 nach den Plänen des Kölner Architekten Stephan Mattar erbaut.

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