Bürgervereinigung Köln-Holweide e.V.

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Über Holweide

Ein schöner Stadtteil im Kölner Osten!

 

Allgemeines über Holweide

 

Holweide - eine Wohnregion am Rande einer großen Stadt - entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem Vorort mit ca. 20.000 Einwohnern. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Weitere große Siedlungen in Holweide sind z. Z. im Bau. Die sich hieraus ergebenden Probleme sind mannigfacher Art. Die BÜRGERVEREINIGUNG als politisch und konfessionell neutrale Gruppierung der Holweider Bürger hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich mit diesen Problemen zu befassen und die Interessen der Bürgerschaft zu wahren und zu vertreten. Sehr viel, was in den letzten Jahren in Holweide geschaffen wurde, beruht auf ihren Anregungen und Initiativen.

 

Mit dieser Information wollen wir allen neu zugezogenen Mitbürgern, aber auch denen, die bereits seit langem in Holweide ansässig sind, eine kleine Heimatkunde über ihren Wohnort und einige nützliche Hinweise geben, die von allgemeinem Interesse sind. Wir hoffen, daß dieses eine Verbindung zwischen den Mitbürgern schafft und den neuen Bewohnern das Einleben in Holweide erleichtert. Insbesondere möchten wir auf die bestehenden sportlichen, kirchlichen und kulturellen Einrichtungen sowie auf die Veranstaltungen aller Gruppen aufmerksam machen und bitten, von den sich ergebenden Möglichkeiten regen Gebrauch zu machen.

 

Für Anregungen jeglicher Art sind wir stets dankbar. Ebenso stehen wir Ihnen für Anfragen jederzeit zur Verfügung.

 

Es ist selbstverständlich, daß an allen Bemühungen und Erfolgen alle Vorstandsmitglieder seit 1921 ihren verdienstvollen Anteil haben. Gute Zusammenarbeit war und bleibt die unumgängliche Voraussetzung für jegliche erfolgreiche Tätigkeit eines Vorstandes zum Erfolg der Bürgervereinigung.

 

Holweide, unsere Heimat

 

Ein kleiner Bericht über früher und heute.

 

Holweide bestand früher aus den vier Ortschaften Wichheim, Schweinheim, Schnellweide und Holweide, die zur Bürgermeisterei Merheim gehörten.

 

1910 erhielten diese Ortschaften die einheitliche Bezeichnung Holweide. Die Eingemeindung in den Stadtbezirk Köln erfolgte am 1. April 1914 unter dem Vorortnamen Köln - Holweide . An die alten, vorgenannten Dörfer erinnert das Holweider Wappen.

 

Von den vier Ortsteilen ist Wichheim der älteste, der erstmalig im Jahre 1068 erwähnt wird. Wichheim wurde “Domus Wicheri” genannt. Zwei Deutúngen kann man für Wichheim anführen. Einerseits könnte es einen Wicherus gegeben haben, der dem Dorf seine Bezeichnung gab. Andererseits kann "wich" auch mit "heilig" übersetzt werden. Demnach wäre Wichheim das "heilige" Heim.

 

Unseren jetzigen Stadtteil bezeichnete man 1612 als “Holler Weidt” und 1847 “An der hohlen Weide”.

 

Wenn auch waldlos, so hat doch Holweide an geschichtlicher Romantik, alten Burgen und ehemaligen Hofgütern viel zu bieten. Das Wahrzeichen von Holweide ist das Rittergut “Haus Isenburg”.

 

Es sind noch zu erwähnen: Haus Schlagbaum aus dem 16. Jahrhundert, die Herler Mühle - zuerst 1325 erwähnt -, die Burg Herl - als königlicher Hof bereits 843 bis 876 beurkundet. Gut Iddelsfeld hat als Rittergut bereits 1222 bestanden.

 

Holweide gehörte bis 1914 zur früheren selbständigen Bürgermeisterei Merheim. Der erste Merheimer Bürgermeister hieß Kaspar Düppes, der letzte Johann Bensberg. Ihr Andenken wird in nach ihnen benannten Straßennamen wachgehalten

 

1666 wütete in den alten Ortsteilen Schweinheim und Wichheim die Pest. Die Legende begündet die verheerende Krankheit mit der Gottlosigkeit der Schweinheimer, denn

 

"sie hätten keine Herrjott mi nüdig - un süch do, kaum hatte se angefange sich ze bessere, leiht die Nut schon noh, un alles kräht widder su ne herrliche Jlanz" (Sie hatten keinen Gott mehr nötig - und siehe da, kaum hatten sie begonnen sich zu bessern, ließ die Not nach und alles bekam wieder einen herrlichen Glanz) Nur sieben Personen (zwei Frauen und fünf Männer) wurden von ihr verschont, die daraufhin ein Gelübde für eine Bußprozession ablegten. Am 20. Juli des Katastrophenjahres zogen die Schweinheimer zu Ehren der unbefleckten Jungfrau Maria und Gottesmutter von Merheim zum Gut Iddelsfeld. Dieser Ursprung ist die Ausgangsbasis der traditionellen Eliasprozession, die alljährlich durch Holweide - seit 1979 ökumenisch - zieht.

 

Der Ortsteil Schnellweide ist heute nur noch als Straßenname im Kölner Stadtplan zu finden. "Zur Schnellen Weiden" heißt das ehemalige Dorf bei der Erstnennung 1623. Da der Name noch recht jung ist, ist man geneigt, ihn als heutiges Deutsch aufzufassen. Dass jedoch ein Baum scnell ist, mcht nur eien nSinn, wenn man das Wort in der alten Verwendung im Sinne von "schnell=steil" versteht. Dies wiederum würde entweder auf einen steil (hoch gewachsenen) Baum hinweisen, oder auf einen steilen Platz (Böschung). Andere Orte mit dem ´Namensteil Schnell- werden auch schon mal auf den althochdeutschen Personennamen "Snello" zurückgeführt. Das würde allerdings voraussetzen, dass es den Ort Schnellweide schon vor seiner ersten heute bekannten urkundlichen Erwähnung gegeben hat.

 

Durch die alten Ortsteile Schweinheim und Wichheim fließt die “Strunde”. An diesem Bach lagen früher zwischen Bergisch Gladbach und Mülheim 48 Mühlen, die von der verhältnismäßig starken Strömung recht ertragreich angetrieben wurden.

 

Das heutige Holweide zählt in seinen Ortschaften zusammen im Jahre 1880 bereits 1510, 1910 schon 2500 und heute etwa 18 500 Einwohner.

 

Inzwischen sind auf Holweider Gebiet neben Ein- und Mehrfamilienhäusern für die ansteigende Bevölkerungszahl eine große Gesamtschule für etwa 2000 Schülerinnen und Schüler, eine große städtische Krankenanstalt mit über 600 Pflegebetten sowie neben der Kölner Baumwollbleicherei drei beachtliche Dienstleistungsbetriebe, nämlich die Hauptverwaltung der Colonia – Versicherungen, die Siemens / Nixdorf-Computer-AG, eine High Technik Firma sowie der Spielzeug Großmarkt Toys R’us entstanden. Für den großen Wohnbedarf sind z. Z. folgende Bauvorhaben begonnen und bereits teilweise schon bezogen:

 

1. Wohnsiedlung Oberiddelsfeld zwischen Holweider Krankenhaus und Siedlung Mielenforst. In diesem Bereich sind ca. 500 Wohnungen einschl. Altenwohnungen und Eigenheime vorgesehen, die Großteils bereits bewohnt sind. Es ist eine starke Durchgrünung der gesamten Wohnsiedlung vorgesehen. Für den täglichen Bedarf sind Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsbetriebe sowie Kindergartenplätze geplant. Über die Verkehrsanbindung dieses Gebietes an Holweide und Dellbrück sowie in die Kölner Innenstadt werden derzeit noch Verhandlungen bei den Kommunalbehörden geführt.

 

2. Wohnsiedlung Kortlangsheide zwischen Scheidemannstraße, Bundesbahnstrecke und Piccoloministr. Hier entstehen z. Z. ca. 200 Wohnungen und 30 Altenwohnungen überwiegend in aufgelockerter Blockbauweise sowie als Eigenheime. Die Wohnanlagen sind in Grünzonen eingebettet und bieten hohe Wohnqualität und sind zum Teil schon bezogen.

 

3. Auf dem Neujahresempfang 2004 der Bürgervereinigung wird Dr. Bruno Wasser das auf Betreiben der BV nun endlich neu entstehende Altenzentrum vorstellen (Holweide). Es wird ein Komplex in der Nähe der Colonia-Allee entstehen, der altengerechte Wohnungen, bis hin zu Pflegebetten der Stufe III ausgestattet sein wird.

 

Die Bürgervereinigung hat jetzt schon zugesagt, dass sie sich an der Gestaltung und Einrichtung einer "Kapelle" beteiligen will.

 

Wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich bei uns.

 

Holweide, 2003

 

Ihr Günter Kühler

 

 

Bürger bauen Bahnhof

 

Im Jahr 1828 gab es im Rechtsrheinischen drei Orte namens Schweinheim, Wichheim und Schnellweide. Zusammengenommen lebten in den drei Nachbardördern 551 Einwohner, 86 in Schnellweide, 314 in Schweinheim und 151 in Wichheim. Etwa in der Mitte der Dörder lag eine vierte Ortschaft, oder besser gesagt eine Häusergruppe mit 10 Einwohnern. (vgl.: Dietmar, Carl: Die Chronik Kölns, Dortmund 1991. S.327, 341)

 

Niemand dieser zehn Menschen hat damals wohl geahnt, dass 82 Jahre später, im Jahr 1910, der Name der Häusergruppe die Bezeichnung für eine ganze Gemeinde und 1914 sogar für den Köln Stadtteil werden sollte: Holweide.

 

Entscheiden für den Zusammenschluß der vier Ortschaften unter dem Namen Holweide waren schlicht und ergreifend verwaltungstechnische Erwägungen sowie die wachsende Zahl der Einwohner.

 

Bios zum Ende des 19. Jahrhunderts erledigte ein Bürgermeister mit einem Sekretär die Geschäfte für die vier Dörder. Wegen neuer Gesetze und Steuerverordnungen wurden ab 1899 ein Obersekretär, drei Gemeindesekretäre, zwei Kassengehilfen, vier Büroassistenten und etliche Bürogehilfen eingestellt; entsprechende Räumlichkeiten waren erforderlich. Ein neues Gemeindehaus wurde an der heutigen Johann-Bensberg-Str.aße geplant, gebaut und im Jahr 1900 eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg ist es zerstört worden.

 

Die zentrale Lage der kleinen Häusergruppe gab den Ausschlag: Das neue Verwaltungsgebilde erhielt den Namen Holweide. Doch wenn die Bürokraten denken, die Bürger sich ihren Teil denken. Noch heute sagen einige ältere Menschen, die hier leben, sie kämen aus Wichheim, Schweinheim oder Schnellweide.

 

Eine Gemeinsamkeit bewiesen die Bürger aller vier Dörfer im Jahr 1950. Die Holweider wollten zum Fußballspiel, um die Deutsche Meisterschaft von Verein "Preußen Dellbrück" zu feiern. Hat doch dieser Verein viele Wurzeln in Holweide. Die Fußballfreunde waren es, die forderten, dass die Deutsche Bundesbahn (et Gläbbiger Griet`sche) doch auch in Holweide halten sollte.

 

Die Bundesbahn ihrerseits verlangt, daß dann müsse man einen Bahnsteig auf der Strecke an der Buschfeldstraße bauen.

 

Das sei kein Problem, befanden die Bürger. Unter der Leitung von Willy Röhrig packten die Holweider gemeinsam an und errichtete einen provisorischen Bahnsteig. Damit wurde nicht nur der Grundstein für den heuten Bahnhof gelegt, sondern auch Geschichte geschrieben. Nicht wenigen ist deshalb dieser Bahnhof als "Willy-Röhrig-Gedächtnisbahnhof" bekannt.

 

Wenig bekannt hingegen ist über die Namensfindung Holweide. Im Jahr 1612 wird die ehemalige Häusergruppe "Holler Weidt" erstmals erwähnt, wenige Jahre später heißt sie "an der hohlen Weide". Dieser Name ist bis in letzrte Jahrhundert immer mal wieder überliefert. Da bislang keine wissenschaftliche Erörterung vorliegt, gibt es entweder keine oder diese selbstverständliche Erklärung: Noch heute finden man an der Strunde zahllose hohle Weiden, an denen wohl bereits die ersten Holweider lebten.

 

(aus: Kölns 85 Stadtteile und dem Heimatbuch der Bürgervereinigung)

 

 

Wundersame Häuservermehrung

 

Der ungeheure Geburtenzugang bis in die Zeit des ersten Weltkrieges hinein, sprengte die Möglichkeit der Ernährung aus und von der eigenen Scholle, was bis dahin überwiegend in Holweide der Fall war. So mußte die heranwachsende Jugend, als auch die jüngeren Väter einem auswärtigen Broterwerb nachgehen. Dieser bit sich anfangs in den aufblühenden Industriezweigen in Dellbrück - Fa. Walther & Cie u.a. - sowie in Mülheim - Fa. Felten und Guilleaume - und in Deutz/Kalk - Fa. Klöckner Humboldt Deutz AG.

 

Erst viel später in den Jahren nach 1920 und nach 1935 kamen weitere Arbeitgeber wie Bahn, Post, Stadtverwaltung und andere rechts- wie auch linksrheinische Industrie- und Verwaltungsbetriebe hinzu.

 

Die so entstandene Landschaftsstruktur eines fast ausschließlichen und ruhigen Wohngebietes veranlaßte immer mehr Menschen, zu Anfang als sogenannte Landflucht aus dem Bergischen Land in erwerbsnahe Wohngebiete und später als Stadtflucht aus der betriebsamen Stadt Köln zur Ansiedlung bzw. Wohnungsnahme in Holweide.

 

Auf diese Weise entstanden neben privaten Wohn- und Geschäftsbauten altansässiger Bewohner für die neu hinzuziehenden vorgenannten Bürger sowohl Mietwohnungen, als auch in Form von Neueigentum Ein- und Mehrfamilienwohnhäuser je nach Erfordernis zu etwa folgenden Zeiten:

 

1890-1900 Ringenstraße (Mietwohnungen, überwiegend erbaut von ortsnahen Industriellen für ihre Arbeitnehmer)

 

1900-1905 westliche Piccoloministr. (Mietwohnungen, überwiegend erbaut von der Fa. Kämmerling für ihre Arbeitnehmer)

 

1919-1920 Siedlung van der Zypen Klein Herl (Vornehmlich für Arbeitnehmer)

 

1921-1923 Ernststr. (Einfamilien-Eigenheime, erbaut durch die GAG)

 

1922-1926 Iddelsfelder Str. (Einfamilien-Eigenheime, erbaut durch die GAG)

 

1926-1929 Märchensiedlung (Einfamilien-Eigenheime, erbaut durch die GAG)

 

1952-1954 Siedlung Bertha-von-Suttner-Str. (Einfamilien-Eigenheime, erbaut durch die Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft des VDK, Düsseldorf)

 

1956-1957 Siedlung Am Marienstift (Einfamilien-Eigenheime, erbaut durch die Deutsche Wohnungsgesellschaft, DEWOG)

 

1958-1961 Siedlung Honschafts-/Piccoloministr. (Mietwohnungen, Eigenheime, erbaut durch die DEWOG)

 

1962 Siedlung Buschfeldstr./ Wilhelm-David-Str. (Mietwohnungen, Einfamilien-Eigenheime erbaut durch die Düsseldorfer Kleinwohnungsbaugesellschaft)

 

1963 Siedlung Chemnitzer/ Dresdner Str. ( Einfamilien-Eigenheime, erbaut durch die Gemeinnützige Aachener Wohnujngsbaugesellschaft)

 

1965 Siedlung Am Flutgraben ( Einfamilien- und Mehrfamilien-Mietwohnungen, erbaut von "Deutsche Krankenversicherung" (DKV), für ihre Arbeitnehmer)

 

1966-1967 Siedlung Fehrenbachstr. (Einfamilien-Eigenheime erbaut durch die DEWEOG und Eigenbau)

 

1970-1978 Siedlung und Hochhaus Gerhart-Hauptmann-Str. (Mietwohnungen, erbaut durch die Baugesellschaft Grund und Boden)

 

1980-1987 östliche Piccoloministr., Bergisch Gladbacher Str. Walter-Meckauer-Str. (Ein- und Mehrfamilien-Wohnhäuser sowohl Eigenheime, wie auch als Mietwohnungen privater Bauherren)

 

1986-1988 Wichheimer Kirchweg/ Karl-Höher-Str. (Einfamilien-Eigenheime, erbaut durch verschiedene Baugesellschaften)