Maifest statt Tanz in den Mai
Vorangegangen waren das Familienfest und der Maizug der Vereine. Beide Veranstaltungen konnte ich aus terminlichen Gründen leider nicht besuchen. Als ich am späten Nachmittag mit meiner Freundin auf dem Schützengelände ankam, herrschte dort bereits großes Gewusel. Erwachsene und Kinder tummelten sich bei bester Stimmung und traumhaftem Frühlingswetter auf dem Gelände. Man merkte sofort: Hier war der Mai schon bestens willkommen geheißen worden. Außerdem wurde noch geschoßen, um die Maikönigen und den Maikönig zu bestimmen. Es wurde dann das Paar, das unterschiedlicher nicht hätte sein können. Einer der größten Männer, gepaart mit der kleinsten Frau unter den Teilnehmerinnen. Bei Ehrentanz fiel das richtig auf. Ich kenne das, bin ich ja selbst sehr klein.

Der „Tanz in den Mai“ war diesmal eher ein Maifest, denn getanzt hat leider niemand. Dabei gingen zu Beginn der Veranstaltung die „Kleinen“ und die „Großen“ vom Holweider Tanzcorps „Kölsch Hätz“ mit gutem Beispiel voran. Es hat großen Spaß gemacht, vor allem dem Nachwuchs bei seiner Vorführung zuzuschauen. Da wurde mit Schwung gezeigt, wie es geht – nur das Publikum ließ sich anschließend nicht so recht zur Nachahmung überreden.



Weil sich nach der Vorführung fast alle Gäste wieder nach draußen begaben, wurde die Feier kurzerhand bis 22 Uhr ins Freie verlegt. Das Wetter war einfach zu schön. Drinnen wartete zwar der Tanz, draußen aber lockten Frühling, Getränke und gute Gespräche und gegen diese Konkurrenz kam die Tanzfläche offenbar nicht an.
Es wurde gegessen, getrunken, neue Kontakte wurden geknüpft und bei dem einen oder anderen Lied auch mitgesungen. Der Mai wurde also durchaus begrüßt, nur eben mehr mit Herz, Stimme und Getränk in der Hand als mit flotter Sohle.
Keine Kritik, aber ein kleiner Verbesserungsvorschlag: Einige Tische und Stühle im Vereinsgebäude wären schön gewesen. Draußen konnte man zwar teilweise sitzen, aber nicht jede oder jeder ist in einem Alter, in dem man stundenlang stehen kann.
Aus diesem Grund haben meine Freundin und ich das Fest kurz vor 22 Uhr verlassen. Schön war’s trotzdem – auch ohne Tanzbein, dafür mit viel guter Laune.
